KDDM zu dem Vorstoß zum geplanten „Kopftuchverbot“ in NRW

Irritiert haben wir als Kreis der Düsseldorfer Muslime -KDDM die Meldungen in den Medien zu dem geplanten „Kopftuchverbot“ in NRW für Kinder zur Kenntnis genommen.

Als Kreis der Düsseldorfer Muslime- KDDM betrachten wir Verbote und gesetzliche Regelungen – auch mit Blick auf unsere Nachbarländer – diesbezüglich als nicht zielführend bzw. sogar als kontraproduktiv.

Uns ist durchaus bewusst, dass in der Sache aus muslimischer Perspektive zumindest verschiedene theologische Ansatzpunkte möglich sind. Wir sind daher der Meinung, dass Aufklärung, Austausch und das Gespräch wesentlich zweckmäßiger sind als der Erlass von Gesetzen. Sofern diese sich „nur“ auf das „Kopftuch“ beziehen sollten, steht zudem in Frage ob nicht ein Verstoß gegen das Grundgesetz vorliegt.

Auch andere religiöse Gemeinschaften wie Juden und Sikhs wären bei einem allgemein verfassten Gesetz in diesem Kontext ebenfalls tangiert, insbesondere das orthodoxe Judentum.

Wir möchten aus diesem Grunde anregen diese Gesetzesinitiative zu überdenken, gerne auch zusammen im Gespräch mit den verschiedenen möglicherweise betroffenen Religionsgemeinschaften.

Düsseldorf, 12.04.2018
Vorstand
Kreis der Düsseldorfer Muslime – KDDM

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