KDDM-Pressemitteilungen

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Ein erfolgreicher Tag geht zu Ende! Mehr als 7000 BesucherInnen beim 7. KDDM-Cup.

Gestern ist der 7. KDDM Cup und Festival erfolgreich zu Ende gegangen. Das Fussball-, und Familienfest, welches vom Kreis der Düsseldorfer Muslime bereits zum 7. Mal in Folge ausgerichtet wurde, besuchten ca. 7.500 Menschen. Neben dem Bühnenprogramm, durch welches die bekannte Comedian Gülcan vom Comedy Ensemble „Datteltäter“ geführt hatte, gab es diverse kulinarische Angebote aus der Türkei, Nordafrika, Bosnien oder Mazedonien. In diesem Jahr gab es auch eine Rekordanzahl an Infoständen – ein Zeichen dass die Unternehmen und Organisationen ihre Zielgruppen beim Cup gefunden haben. Der Sieger des Turniers – an welchem 16 Mannschaften aus Düsseldorf und Umgebung teilgenommen haben – ist die Mannschaft von der DITIB Merkez Moschee von der Münsterstr. Sie setzten sich gegen die Mannschaft von Masjid Salam aus Reisholz, die als Vizemeister das Turnier beendete. Die Entscheidung fiel erst beim Siebenmeter Schiessen.

Es wurde auch das traditionelle Spiel zwischen Imamen und christlichen Geistlichen ausgetragen. Das Spiel wurde vom Kantor der jüdischen Gemeinde Düsseldorf, Herrn Malinsky als Schiedsrichter geleitet. Herr Dr. Uwe Gerrens von der evangelischen Stadtakademie Düsseldorf und Teilnehmer des Ehrenspiel „Imame gegen Pfarrer“ freute sich: „Es war ein gelungenes Spiel, dass zum Schluss immer spannender wurde. Es ging darum, zu demonstrieren, dass man friedlich zusammen in dieser Stadt leben kann, wenn alle nach den Regeln leben und einander respektieren. Wenn man nicht gewinnen will, wird es langweilig. Wenn man nur gewinnen will, wird es brutal. In dem Sinne haben wir gut Dialog eingeübt.“

Am Ende der regulären Spielzeit stand es 3:3 unentschieden und selbst nach der Verlängerung wurde kein Sieger ermittelt. Dann setzte sich doch die Mannschaft der Imame im spannenden Siebenmeterschießen durch und trug den Sieg mit 5:4 davon.

Der Fortuna Spieler Emir Kujovic, spendete 2 unterschriebene Trikots, die für einen wohltätigen Zweck ersteigert wurden und über 500€ einbrachten. „Es war ein spannender und erfolgreicher Tag, dem eine mehrmonatige Vorbereitungsphase vorausging. Auf diesem Wege möchten wir uns bei allen BesucherInnen, Kooperationspartner, Gästen aus Politik und Medien bedanken, die diesen Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben,“ freute sich Sejfuddin Dizdarevic aus dem KDDM Orgateam.


Tagungsbericht zu der Auftaktveranstaltung der Düsseldorfer Freitagsgespräche

Am Freitag den 15. März 2019 fand im Düsseldorfer Rathaus das erste Freitagsgespräch statt. Bei den Düsseldorfer Freitagsgesprächen handelt es sich um ein Dialogformat mit welchem der Kreis der Düsseldorfer Muslime (KDDM) sein zivilgesellschaftliches Engagement und Dialogarbeit erweitern möchte. Dabei möchte der KDDM eigene Akzente in den gesellschaftlichen Diskussionen zu verschiedenen Themen setzen und diese um die bisher vernachlässigte Perspektive Düsseldorfer Muslime erweitern.

Das Thema der ersten Veranstaltung war „Rechtsideologischer Extremismus – Wie der Rechtspopulismus und die Querfront unsere Demokratie gefährden“. Dass das Thema von hoher Relevanz ist, beweisen die Terroranschläge auf Moscheen im neuseeländischen Christchurch, die am gleichen Tag verübt wurden. Das Podium der Auftaktveranstaltung war hochkarätig besetzt: Alexander Häusler, Dozent an der Hochschule Düsseldorf mit dem Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus, El Hadi Khelladi, Kulturantrhopologe aus Hessen, Dr. Dalinc Dereköy, Vorstandsvorsitzender des Kreises der Düsseldorfer Muslime und der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel. Durch die Veranstaltung führte Hatice Durmaz, Mitglied des Vorstandes von Düsseldorfer Lobby für Demokratie e.V.

Die ca. 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begannen die Veranstaltung mit einer Schweigeminute für die Opfer des Terroranschlags von Christchurch. Sichtlich erschüttert von den aktuellen Ereignissen betonte der Oberbürgermeister die Wichtigkeit solcher Dialogformate und wünschte der Veranstaltung viel Erfolg. Herr Dr. Dalinc Dereköy eröffnete seine Rede mit dem Hinweis aus dem Manifest des Mörders von Christchurch. In ihm fanden sich Parallelen zu dem Vokabular der Rechtspopulisten in Deutschland. Danach las er einen Drohbrief welcher der Rechtsanwältin Seda Başay-Yıldız aus Frankfurt zugespielt wurde. Sie vertritt die Opfer der Nebenklage im NSU Prozess. Unter Verwendung obszöner Ausdrücke wurde ihr Gewalt angedroht. Das Schreiben wurde an ihre private Postadresse zugestellt und es kam heraus, dass die Abfrage dafür von einem Computer der hessischen Polizei erfolgte. Somit stellt sich die Frage inwieweit der Islamhass bereits in die Mitte der Gesellschaft Fuß gefasst hatte, dass selbst die Institutionen welche die Bürger vor den Extremisten schützen sollten nicht dagegen gefeit sind.

Anschließend sprach Herr Häusler über den Forschungsstand und die zersetzende Wirkung rechtspopulistischer Parteien. Ihr Wirken wurde am Beispiel deutlich, dass man in letzten zehn Jahren steigende Ablehnung Menschen mit Migrationshintergrund im Allgemeinen und den Muslimen im Besonderen feststellen kann. Er verwies auf die Tatsache, dass unter dem Deckmantel der Religionskritik – die durchaus legitim und angebracht ist – Rassisten und Menschenhasser sich verstecken und mit dieser Taktik auch die Mitte der Gesellschaft erreichen. El Hadi Khelladi konzentrierte seine Ausführungen auf die Bewegung der Identitären; ihre Symbolik und ihre Bedeutung für den rechtspopulistischen Nachwuchs und wie sie die Räume besetzt in welchem Bereich sich Jugendliche befinden um sie für ihre Ideologie zu gewinnen.

Nach vorgetragenen Expertisen ging die Veranstaltung in die Fragerunde über. Eindrucksvoll berichtete eine zum Islam konvertierte Dame wie man ihr wegen neuer Religion ihr Deutschsein absprach. Ein Zuhörer schlug vermehrten Austausch zwischen muslimischen und nichtmuslimischen Vereinen und Menschen vor, um die gegenseitigen Vorbehalte abzubauen.

Den anschließenden Rückmeldungen nach zu urteilen, war der Abend besonders erfolgreich und alle waren sich einig, dass auf so ein Format die Düsseldorfer Stadtgesellschaft lange gewartet hat. Abschließend bedankte sich der KDDM bei allen Helferinnen und Helfern, Teilnehmerinnen und Teilnehmern und verwies auf weitere anstehenden Veranstaltungen im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Düsseldorfer Freitagsgespräche“.


Pressemitteliung zum Terroranschlag in Neuseeland

Mit Trauer und Entsetzen haben wir die terroristischen Anschläge in Neuseeland vernommen als 49 Muslime in zwei Moscheen in der Stadt Christchurch durch Rechtsterroristen beim Gebet erschossen wurden. Wir verurteilen diesen Terrorakt auf das Schärfste. Unsere Gedanken und Trauer sind mit den Hinterbliebenen. Auch wenn sich dieses antimuslimisch motiviertes Massaker am anderen Ende der Welt ereignete und wir als KDDM uns auf die lokale Arbeit in Düsseldorf konzertieren, lässt uns das nicht unberührt. Das wurde gestern auch bei der Veranstaltung im Rathaus mit unfreiwillig vorausblickenden Titel: „Rechtsideologischer Extremismus – Wie der Rechtspopulismus unsere Demokratie gefährdet!“ deutlich. Die Düsseldorfer sind gestern mit einem mulmigen Gefühl in die hiesigen Moscheen gegangen um das Freitagsgebet zu verrichten. Wohl wissend, dass das Gedankengut aus welchem sich der Terroranschlag speist, auch in entsprechenden Kreisen in Deutschland kursiert.

Der Rechtssterrorist Brenton Tarrant hat ein 74-seitiges Manifest hinterlassen und der Blick darin lohnt sich. Auch wenn teilweise am rechten Rand die Rechtfertigungsmaschinerie auf Hochtouren läuft – und die Argumentation auch in die Presse gefunden hat („Wollte der Moschee-Killer die Toten vom Breitscheidplatz rächen?“ (BZ Titelseite von heute)) lassen sich die Parallelen mit hiesigen Stichwortgeber nicht leugnen. So schreibt der Mörder von Christchurch: „The Hagia Sophia will be free of minarets and Constantinople will be rightfully christian owned once more.“ („Die Hagia Sophie wird von den Minaretten befreit und Konstantinopel wird wieder im rechtmäßigen christlichem Besitz sein“)

Bei der AFD Veranstaltung in Eisleben am 20.01.2018 sagte der Thürigens AFD Chef Höcke: „Wir werden die Macht bekommen – und dann werden wir das durchsetzen, dann werden wir das durchsetzen, was notwendig ist, damit wir auch in Zukunft noch unser freies Leben leben können. Dann werden wir nämlich die Direktive ausgeben, dass am Bosporus mit den drei großen M – Mohammed, Muezzin und Minarett – Schluss ist.“ (zitiert von ntv am 29.01.2018)

Die Worte schaffen Realitäten und es ist kein Wunder, dass die Rechten gegen respektvollen Umgang der Menschen – der sich in erster Linie durch Kommunikation manifestiert – den Kampf angesagt haben. Kein Wunder auch, dass das deutschsprachige Sprachrohr dieser Bewegung auf die „political correctness“ anspielt.

Wir appellieren an jeden von uns – egal welcher oder keiner Religion er auch immer angehören mag- solche Terroranschläge entstehen nicht im Vakuum. Sie sind nur der Schlusspunkt einer langen Entwicklung, die ihren Ausgang in der Verrohung der Sprache nimmt. Dieser Kampf wird als „Kampf gegen politische Korrektheit“ oder gegen „Verhunzung der Sprache durch Genderwahnsinn“ „Kritik an Missständen“ etc. dargestellt.

Letzten Endes geht es um das Ziel den Anderen seiner Menschenwürde zu berauben, nichts anderes. Es handelt sich schlicht um Rassismus. Durchbrechen wir diesen Teufelskreis indem wir darauf achten wie wir miteinander umgehen.

„Achte auf deine Gedanken, denn sie werden deine Worte. Achte auf deine Worte, denn sie werden zu deinen Handlungen.“ (arabisches Sprichwort)

Möge Allah sich den Seelen der 49 Muslime erbarmen, die den Tod in einem Gotteshaus fanden und möge ihr Tod uns eine Mahnung sein.

KDDM der Vorstand


Evangelisch-muslimisches Kitaprojekt der Diakonie Düsseldorf und des KDDM

Zusammen mit der Diakonie Düsseldorf, haben wir als Kreis der Düsseldorfer Muslime ein neues evangelisch-muslimisches Kitaprojekt initiiert.

Bislang bekamen die Kinder der evangelischen Kindertageseinrichtung im Düsseldorfer Süden regelmäßig Besuch vom Pfarrer Hartmut Wölk, der ihnen Geschichten aus der Bibel und christliche Werte vermittelte. Da diese Kita aber auch von vielen muslimischen Kindern besucht wird, und der Islam kein neues Thema in der Einrichtung darstellt, hat sich die Diakonie dazu entschieden ihr religionspädagogisches Angebot zu erweitern und uns als Kooperationspartner gewählt, worüber wir sehr dankbar sind.

Zukünftig wird der Imam Asmer Ujkanovic die Kita-Kinder besuchen und ihnen beispielsweise etwas zum Fastenmonat Ramadan erzählen. Die Vielfalt der Kinder erhält so bewusst Raum im pädagogischen Alltag, so dass die Kinder mit ihren Identitäten wahrgenommen werden, etwas von ihren Religionen erzählen können und so voneinander und miteinander lernen können.

Beide Geistliche werden von einem christlich-muslimichen Beirat unterstützt.

Wir freuen uns über diese schöne Initive und über ein bereicherndes Miteinander.


Düsseldorfer Muslime „Jeck“ unterwegs beim „Toleranzwagen“ am Rosenmontag 2019

Erstmals in der Geschichte des Karnevals wird der Kreis der Düsseldorfer Muslime-KDDM gemeinsam mit den christlichen Gemeinden der Stadt und der jüdischen Gemeinde in Düsseldorf an einem interreligiösen „Toleranzwagen“ teilnehmen und somit ein deutliches Zeichen der Verbundenheit, des Respektes und der Toleranz senden.

Den Düsseldorfer Muslimen ist es wichtig am gesellschaftlichen Leben zu partizipieren und sich für gesellschaftliche Solidarität einzubringen. Vor allem in einer Zeit, in der rechtsextremistische Parteien und Gruppierungen in Deutschland erstarken, Akzeptanz und Toleranz erodieren, ist es aus der Sicht des KDDM besonders wichtig Flagge zu zeigen. Ein deutliches Signal der Vielfalt, Toleranz, Solidarität und Frieden zu senden.

Mit der Aktion möchte sich der KDDM aber auch gegen Ausgrenzung, Hass, Vorurteile, Islamfeindlichkeit, Antisemitismus, und Christenfeindlichkeit richten und deutlich machen, dass wir in Düsseldorf für einander einstehen und uns nicht auseinanderdividieren lassen.

Vorsitzender Dr. Dalinc Dereköy ergänzt: „Denn die Förderung der Akzeptanz, Toleranz und den Zusammenhalt in unserer Stadtgesellschaft erachten wir als eine gemeinsame Aufgabe, für die wir als Religionsgemeinschaften – Seite an Seite – einstehen und uns dafür einbringen.“

Der KDDM Vorstand bringt auch seinen ausdrücklichen Dank der jüdischen Gemeinde Düsseldorf gegenüber zum Ausdruck, die die Realisierung des diesjährigen Toleranzwagen möglich gemacht haben  und den christlichen Freunden in Düsseldorf, die gemeinsam an dieser Aktion teilnehmen. Für die gute und freundliche Zusammenarbeit Danken die Düsseldorfer Muslime dem langjährigen Düsseldorfer Wagenbaumeister Jacques Tilly.

KDDM-Vorstandsmitglied und gebürtiger Düsseldorfer Redouan Aoulad-Ali freut sich auf seine Teilnahme und bekräftigt:  „Wir freuen uns auf den Toleranzwagen und möchten damit mehr als nur „Toleranz wagen“, viel mehr wollen wir mit gutem Beispiel Toleranz stärken und deutlich dazu „JA“ sagen!“

In diesem Sinne: Gemeinsam Jeck Düsseldorf!

Vorstand
Kreis der Düsseldorfer Muslime


03.06.2018 KDDM und jüdische Gemeinde gegen antimuslimischen Rassismus und Antisemitismus

Liebe Düsseldorfer,

liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
der KDDM – Kreis der Düsseldorfer Muslime – und die Jüdische Gemeinde Düsseldorf, grüßen Sie heute auf diesem Weg:

Salam, Schalom und guten Tag!
Die steigenden antisemitischen, islamfeindlichen und christenfeindlichen Vorurteile, Übergriffe und Straftaten in unserem Land nehmen wir mit großer Sorge und Bestürzung zur Kenntnis. Es ist jetzt an der Zeit, dagegen ein sichtbares Zeichen zu setzen.
Weder der Nahostkonflikt noch geopolitische Entwicklungen, noch das Erstarken von rechtsextremen Parteien können als Rechtfertigung für Antisemitismus, Islamfeindlichkeit oder Christenfeindlichkeit dienen.
Diese Übel sind bedauerlicherweise auf allen Ebenen unserer Gesellschaft vorhanden, und wir können diesen Hass nur gemeinsam erfolgreich bekämpfen.
Wir möchten daher – gemeinsam und in aller Offenheit – nachfolgende Erklärungen abgeben:

Als Kreis der Düsseldorfer Muslime – KDDM – verurteilen wir Antisemitismus und Judenfeindlichkeit aufs Schärfste! Liebe jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger, gegen diese Übel stehen wir an Ihrer Seite!

Als Jüdische Gemeinde Düsseldorf verurteilen wir Islamfeindlichkeit und antimuslimische Ressentiments ebenfalls aufs Schärfste! Liebe muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, gegen diese Übel stehen wir an Ihrer Seite!

Als Kreis der Düsseldorfer Muslime – KDDM – und als ***Jüdische Gemeinde Düsseldorf verurteilen wir gemeinsam Christenfeindlichkeit und antichristliche Vorurteile in Europa, im Nahen Osten und auch anderswo aufs Schärfste! Liebe christliche Mitbürgerinnen und Mitbürger, gegen diese Übel stehen wir an Ihrer Seite!

Zusammen werden wir diese Übel unserer Zeit überwinden und unser gemeinsames, tolerantes und freies Zusammenleben in diesem Land und in unserer Stadt stärken und verbessern.
Wir fühlen uns wohl in diesem Land und sind Teil der Stadtgesellschaft in Düsseldorf. Das multireligiöse Leben in unserer Stadt ist eine Bereicherung und ein Segen für uns alle. Existenzielle Fragen nach dem „Wie“ können häufig durch die Naturwissenschaft beantwortet werden. Die Suche nach Antworten auf die Frage nach dem „Warum“ ist eine höchst sensible und persönliche Angelegenheit. Hierbei muss jeder seine persönliche, eigene Wahrheit oder Antwort finden. Religion kann hierbei helfen, es ist aber auch zu akzeptieren, wenn keiner Religion gefolgt wird. Wichtig ist der respektvolle Umgang miteinander, und dazu sollten wir alle auch unsere Kinder erziehen.
Ihren Familien und Ihnen wünschen wir noch ein angenehmes Wochenende!

Mit herzlichen Grüßen

KDDM – Kreis der Düsseldorfer Muslime, Jüdische Gmeinde Düsseldorf

Sponsor: EuBiA GmbH & Düsseldorfer Jonges


22.05.2018 Statement zu dem KDDM-Cup & Fest

Das KDDM Cup & Festival 2018 war auch dieses Mal ein voller Erfolg.
Mehr als 8.000 Muslime und Nichtmuslime trafen sich bei einem großen Familien- und Sportfest, im Geiste einer guten Nachbarschaft, um den Solidaritätsgedanken unserer Stadtgesellschaft zu fördern und das Gemeinsame und Gemeinwesen zu unterstreichen.

An dieser Stelle möchten wir erneut allen Mitorganisatoren, Unterstützern und den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern einen großen Dank aussprechen.
Bedauerlichweise mussten wir im Nachgang feststellen, dass im Rahmen der Einzelveranstaltung „Benefizspiel Imame gegen Pfarrer“ ein Spieler teilgenommen hat, der in der Vergangenheit mit extremen Äußerungen aufgefallen ist, die in keinsterweise mit den Werten und Zielen des KDDM im Einklang zu bringen sind. Wir können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, wie diese organisatorische Panne zustande gekommen ist. Wir haben jedoch eine Untersuchungskommission gebildet, die den Vorgang prüfen soll. Dem KDDM ist es sehr wichtig, nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen, die solche und ähnliche Vorgänge im Vorfeld vermeiden.

Der KDDM genießt großes Vertrauen in der Breite unserer Düsseldorfer Stadtgesellschaft. Ein Vertrauen, das wir sehr schätzen und mit dem wir verantwortungsvoll umgehen. Daher bedauern wir diese organisatorische Panne sehr. In aller Deutlichkeit möchten wir als KDDM festhalten, dass mit der erwähnten und unerwünschten Person keine institutionellen, personellen und ideellen Verbindungen bestehen. Die Ergebnisse der eingesetzten Untersuchung sollen dazu genutzt werden, dass weder die erwähnte Person noch andere ähnlich artikulierende Personen künftig an Veranstaltungen des KDDM teilnehmen.

Unterstreichen möchten wir auch, dass wir als KDDM nur mit Partnern zusammenarbeiten können, die unsere Werte und Ziele, welche sich klar und deutlich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung bekennen und in unseren Regularien definiert sind. Sollte sich im Nachgang begründet herausstellen, dass unsere Partner diese Ziele und Werte nicht teilen oder konterkarieren, so führt dies unsererseits zu einer Beendigung der Kooperation.

KDDM Vorstand  


12.04.2018 KDDM zu dem Vorstoß zum geplanten „Kopftuchverbot“ in NRW

Irritiert haben wir als Kreis der Düsseldorfer Muslime -KDDM die Meldungen in den Medien zu dem geplanten „Kopftuchverbot“ in NRW für Kinder zur Kenntnis genommen.

Als Kreis der Düsseldorfer Muslime- KDDM betrachten wir Verbote und gesetzliche Regelungen – auch mit Blick auf unsere Nachbarländer – diesbezüglich als nicht zielführend bzw. sogar als kontraproduktiv.

Uns ist durchaus bewusst, dass in der Sache aus muslimischer Perspektive zumindest verschiedene theologische Ansatzpunkte möglich sind. Wir sind daher der Meinung, dass Aufklärung, Austausch und das Gespräch wesentlich zweckmäßiger sind als der Erlass von Gesetzen. Sofern diese sich „nur“ auf das „Kopftuch“ beziehen sollten, steht zudem in Frage ob nicht ein Verstoß gegen das Grundgesetz vorliegt.

Auch andere religiöse Gemeinschaften wie Juden und Sikhs wären bei einem allgemein verfassten Gesetz in diesem Kontext ebenfalls tangiert, insbesondere das orthodoxe Judentum.

Wir möchten aus diesem Grunde anregen diese Gesetzesinitiative zu überdenken, gerne auch zusammen im Gespräch mit den verschiedenen möglicherweise betroffenen Religionsgemeinschaften.

Düsseldorf, 12.04.2018
Vorstand
Kreis der Düsseldorfer Muslime – KDDM


10.12.2013: Eröffnung Gebetsraum Düsseldorf Airport

Wir sind stolz, euch verkünden zu können, dass die Renovierungsarbeiten abgeschlossen und die Endabnahme ebenfalls erfolgt ist, so dass der Eröffnung nichts mehr im Wege stand. Der Grund für die Verzögerung des ursprünglich anvisierten Eröffnungstermin vom September 2013 lag in der Schwierigkeit in dem sensiblen Sicherheitsbereich des Flughafens Umbaumaßnahmen vorzunehmen. Neben dem KDDM Vorstand und seine MItglieder nahmen auch hochrangige Mitarbeiter des Flughafens an der Eröffnungsveranstaltung teil.

Der Masjid (Moschee) befindet sich am Gate C30 hinter der Passkontrolle. Der Flughafen hat auch die dazugehörigen Piktogramme angebracht.

Möge Allah (swt) alle belohnen, die sich an der Aktion beteiligt haben und ihre Mühe und Kosten in dieses Projekt eingebracht haben! Amin.

Wer sich an den laufenden etwa 500 € hohen Fixkosten beteiligen möchte, kann gerne spenden. Hier klicken!


30.04.2013: Auftaktveranstaltung – KDDM stellt sich vor

Nach etwa einem Jahr der Orientierungsphase hat sich der Kreis der Düsseldorfer Muslime (KDDM) am 30.04.2013 der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit Unterstützung des Stadtmuseums hat er allerlei Gäste hierhin geladen, etwa Landtagsabgeordnete, Kommunalpolitiker oder auch Persönlichkeiten der lokalen und regionalen Institutionen. „Wir wollen in den Dialog treten, Vorurteile abbauen und miteinander, statt übereinander reden“, so das Credo des Vorstandes des KDDM. Insgesamt ein guter Anfang.