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Düsseldorfer Muslime „Jeck“ unterwegs beim „Toleranzwagen“ am Rosenmontag 2019

Erstmals in der Geschichte des Karnevals wird der Kreis der Düsseldorfer Muslime-KDDM gemeinsam mit den christlichen Gemeinden der Stadt und der jüdischen Gemeinde in Düsseldorf an einem interreligiösen „Toleranzwagen“ teilnehmen und somit ein deutliches Zeichen der Verbundenheit, des Respektes und der Toleranz senden.

Den Düsseldorfer Muslimen ist es wichtig am gesellschaftlichen Leben zu partizipieren und sich für gesellschaftliche Solidarität einzubringen. Vor allem in einer Zeit, in der rechtsextremistische Parteien und Gruppierungen in Deutschland erstarken, Akzeptanz und Toleranz erodieren, ist es aus der Sicht des KDDM besonders wichtig Flagge zu zeigen. Ein deutliches Signal der Vielfalt, Toleranz, Solidarität und Frieden zu senden.

Mit der Aktion möchte sich der KDDM aber auch gegen Ausgrenzung, Hass, Vorurteile, Islamfeindlichkeit, Antisemitismus, und Christenfeindlichkeit richten und deutlich machen, dass wir in Düsseldorf für einander einstehen und uns nicht auseinanderdividieren lassen.

Vorsitzender Dr. Dalinc Dereköy ergänzt: „Denn die Förderung der Akzeptanz, Toleranz und den Zusammenhalt in unserer Stadtgesellschaft erachten wir als eine gemeinsame Aufgabe, für die wir als Religionsgemeinschaften – Seite an Seite – einstehen und uns dafür einbringen.“

Der KDDM Vorstand bringt auch seinen ausdrücklichen Dank der jüdischen Gemeinde Düsseldorf gegenüber zum Ausdruck, die die Realisierung des diesjährigen Toleranzwagen möglich gemacht haben  und den christlichen Freunden in Düsseldorf, die gemeinsam an dieser Aktion teilnehmen. Für die gute und freundliche Zusammenarbeit Danken die Düsseldorfer Muslime dem langjährigen Düsseldorfer Wagenbaumeister Jacques Tilly.

KDDM-Vorstandsmitglied und gebürtiger Düsseldorfer Redouan Aoulad-Ali freut sich auf seine Teilnahme und bekräftigt:  „Wir freuen uns auf den Toleranzwagen und möchten damit mehr als nur „Toleranz wagen“, viel mehr wollen wir mit gutem Beispiel Toleranz stärken und deutlich dazu „JA“ sagen!“

In diesem Sinne: Gemeinsam Jeck Düsseldorf!

Vorstand
Kreis der Düsseldorfer Muslime


03.06.2018 KDDM und jüdische Gemeinde gegen antimuslimischen Rassismus und Antisemitismus

Liebe Düsseldorfer,

liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
der KDDM – Kreis der Düsseldorfer Muslime – und die Jüdische Gemeinde Düsseldorf, grüßen Sie heute auf diesem Weg:

Salam, Schalom und guten Tag!
Die steigenden antisemitischen, islamfeindlichen und christenfeindlichen Vorurteile, Übergriffe und Straftaten in unserem Land nehmen wir mit großer Sorge und Bestürzung zur Kenntnis. Es ist jetzt an der Zeit, dagegen ein sichtbares Zeichen zu setzen.
Weder der Nahostkonflikt noch geopolitische Entwicklungen, noch das Erstarken von rechtsextremen Parteien können als Rechtfertigung für Antisemitismus, Islamfeindlichkeit oder Christenfeindlichkeit dienen.
Diese Übel sind bedauerlicherweise auf allen Ebenen unserer Gesellschaft vorhanden, und wir können diesen Hass nur gemeinsam erfolgreich bekämpfen.
Wir möchten daher – gemeinsam und in aller Offenheit – nachfolgende Erklärungen abgeben:

Als Kreis der Düsseldorfer Muslime – KDDM – verurteilen wir Antisemitismus und Judenfeindlichkeit aufs Schärfste! Liebe jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger, gegen diese Übel stehen wir an Ihrer Seite!

Als Jüdische Gemeinde Düsseldorf verurteilen wir Islamfeindlichkeit und antimuslimische Ressentiments ebenfalls aufs Schärfste! Liebe muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, gegen diese Übel stehen wir an Ihrer Seite!

Als Kreis der Düsseldorfer Muslime – KDDM – und als ***Jüdische Gemeinde Düsseldorf verurteilen wir gemeinsam Christenfeindlichkeit und antichristliche Vorurteile in Europa, im Nahen Osten und auch anderswo aufs Schärfste! Liebe christliche Mitbürgerinnen und Mitbürger, gegen diese Übel stehen wir an Ihrer Seite!

Zusammen werden wir diese Übel unserer Zeit überwinden und unser gemeinsames, tolerantes und freies Zusammenleben in diesem Land und in unserer Stadt stärken und verbessern.
Wir fühlen uns wohl in diesem Land und sind Teil der Stadtgesellschaft in Düsseldorf. Das multireligiöse Leben in unserer Stadt ist eine Bereicherung und ein Segen für uns alle. Existenzielle Fragen nach dem „Wie“ können häufig durch die Naturwissenschaft beantwortet werden. Die Suche nach Antworten auf die Frage nach dem „Warum“ ist eine höchst sensible und persönliche Angelegenheit. Hierbei muss jeder seine persönliche, eigene Wahrheit oder Antwort finden. Religion kann hierbei helfen, es ist aber auch zu akzeptieren, wenn keiner Religion gefolgt wird. Wichtig ist der respektvolle Umgang miteinander, und dazu sollten wir alle auch unsere Kinder erziehen.
Ihren Familien und Ihnen wünschen wir noch ein angenehmes Wochenende!

Mit herzlichen Grüßen

KDDM – Kreis der Düsseldorfer Muslime, Jüdische Gmeinde Düsseldorf

Sponsor: EuBiA GmbH & Düsseldorfer Jonges


22.05.2018 Statement zu dem KDDM-Cup & Fest

Das KDDM Cup & Festival 2018 war auch dieses Mal ein voller Erfolg.
Mehr als 8.000 Muslime und Nichtmuslime trafen sich bei einem großen Familien- und Sportfest, im Geiste einer guten Nachbarschaft, um den Solidaritätsgedanken unserer Stadtgesellschaft zu fördern und das Gemeinsame und Gemeinwesen zu unterstreichen.

An dieser Stelle möchten wir erneut allen Mitorganisatoren, Unterstützern und den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern einen großen Dank aussprechen.
Bedauerlichweise mussten wir im Nachgang feststellen, dass im Rahmen der Einzelveranstaltung „Benefizspiel Imame gegen Pfarrer“ ein Spieler teilgenommen hat, der in der Vergangenheit mit extremen Äußerungen aufgefallen ist, die in keinsterweise mit den Werten und Zielen des KDDM im Einklang zu bringen sind. Wir können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, wie diese organisatorische Panne zustande gekommen ist. Wir haben jedoch eine Untersuchungskommission gebildet, die den Vorgang prüfen soll. Dem KDDM ist es sehr wichtig, nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen, die solche und ähnliche Vorgänge im Vorfeld vermeiden.

Der KDDM genießt großes Vertrauen in der Breite unserer Düsseldorfer Stadtgesellschaft. Ein Vertrauen, das wir sehr schätzen und mit dem wir verantwortungsvoll umgehen. Daher bedauern wir diese organisatorische Panne sehr. In aller Deutlichkeit möchten wir als KDDM festhalten, dass mit der erwähnten und unerwünschten Person keine institutionellen, personellen und ideellen Verbindungen bestehen. Die Ergebnisse der eingesetzten Untersuchung sollen dazu genutzt werden, dass weder die erwähnte Person noch andere ähnlich artikulierende Personen künftig an Veranstaltungen des KDDM teilnehmen.

Unterstreichen möchten wir auch, dass wir als KDDM nur mit Partnern zusammenarbeiten können, die unsere Werte und Ziele, welche sich klar und deutlich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung bekennen und in unseren Regularien definiert sind. Sollte sich im Nachgang begründet herausstellen, dass unsere Partner diese Ziele und Werte nicht teilen oder konterkarieren, so führt dies unsererseits zu einer Beendigung der Kooperation.

KDDM Vorstand  


12.04.2018 KDDM zu dem Vorstoß zum geplanten „Kopftuchverbot“ in NRW

Irritiert haben wir als Kreis der Düsseldorfer Muslime -KDDM die Meldungen in den Medien zu dem geplanten „Kopftuchverbot“ in NRW für Kinder zur Kenntnis genommen.

Als Kreis der Düsseldorfer Muslime- KDDM betrachten wir Verbote und gesetzliche Regelungen – auch mit Blick auf unsere Nachbarländer – diesbezüglich als nicht zielführend bzw. sogar als kontraproduktiv.

Uns ist durchaus bewusst, dass in der Sache aus muslimischer Perspektive zumindest verschiedene theologische Ansatzpunkte möglich sind. Wir sind daher der Meinung, dass Aufklärung, Austausch und das Gespräch wesentlich zweckmäßiger sind als der Erlass von Gesetzen. Sofern diese sich „nur“ auf das „Kopftuch“ beziehen sollten, steht zudem in Frage ob nicht ein Verstoß gegen das Grundgesetz vorliegt.

Auch andere religiöse Gemeinschaften wie Juden und Sikhs wären bei einem allgemein verfassten Gesetz in diesem Kontext ebenfalls tangiert, insbesondere das orthodoxe Judentum.

Wir möchten aus diesem Grunde anregen diese Gesetzesinitiative zu überdenken, gerne auch zusammen im Gespräch mit den verschiedenen möglicherweise betroffenen Religionsgemeinschaften.

Düsseldorf, 12.04.2018
Vorstand
Kreis der Düsseldorfer Muslime – KDDM


10.12.2013: Eröffnung Gebetsraum Düsseldorf Airport

Wir sind stolz, euch verkünden zu können, dass die Renovierungsarbeiten abgeschlossen und die Endabnahme ebenfalls erfolgt ist, so dass der Eröffnung nichts mehr im Wege stand. Der Grund für die Verzögerung des ursprünglich anvisierten Eröffnungstermin vom September 2013 lag in der Schwierigkeit in dem sensiblen Sicherheitsbereich des Flughafens Umbaumaßnahmen vorzunehmen. Neben dem KDDM Vorstand und seine MItglieder nahmen auch hochrangige Mitarbeiter des Flughafens an der Eröffnungsveranstaltung teil.

Der Masjid (Moschee) befindet sich am Gate C30 hinter der Passkontrolle. Der Flughafen hat auch die dazugehörigen Piktogramme angebracht.

Möge Allah (swt) alle belohnen, die sich an der Aktion beteiligt haben und ihre Mühe und Kosten in dieses Projekt eingebracht haben! Amin.

Wer sich an den laufenden etwa 500 € hohen Fixkosten beteiligen möchte, kann gerne spenden. Hier klicken!


30.04.2013: Auftaktveranstaltung – KDDM stellt sich vor

Nach etwa einem Jahr der Orientierungsphase hat sich der Kreis der Düsseldorfer Muslime (KDDM) am 30.04.2013 der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit Unterstützung des Stadtmuseums hat er allerlei Gäste hierhin geladen, etwa Landtagsabgeordnete, Kommunalpolitiker oder auch Persönlichkeiten der lokalen und regionalen Institutionen. „Wir wollen in den Dialog treten, Vorurteile abbauen und miteinander, statt übereinander reden“, so das Credo des Vorstandes des KDDM. Insgesamt ein guter Anfang.